Schloss Riedegg

Schloss Riedegg wurde im Jahre 1529 von einem Adeligen namens Gottschalk von Haunsperg errichtet. Die damals noch aus  Holz und Steinmauern errichtete Festung wurde aber von einem alten Rittersmann namens „Marchwand“ bewohnt. 100 Jahre nach der Fertigstellung des Baus (1609) brannte das Schloss lichterloh. Wäre die Burg damals neu aufgebaut worden, gäbe es heute keine Burgruine in dem Ausmaß wie sie heute steht.

Neben der abgebrannten Ruine ließ Richard, Freiherr von Strahemberg, Herr von Wildberg eine neue Burg errichten, wofür mehrere hundert Türken versklavt worden waren. Die günstige Lage der Burg bewirkte, dass wegen der hohen Lage, Feinde des Strahembergers schnell und effektiv ausgemacht werden konnten. Nach dem Tod des Burgherren wurde das Schloss vorwiegend als Pfandmittel benutzt und wechselte oft die Besitzer. Größtenteils waren Lichtensteiner, Deutsche und andere Österreicher die neuen Herren des Schlosses. Letztendlich gehörte die Festung Graf Johann Heinrich bis zu dessen Tod 1857. 1933 wurde die Burg einem Engländer namens „Slater“ verkauft, der vergeblich versuchte,  eines der schönsten Knaben-  bzw. Jugendheime Österreichs einzurichten. 1936 verkaufte er die Burg den Missionaren von Mariannhill, denen das Schloss Riedegg bis heute gehört. Die Burg ist heute ein beliebter Platz für Feste, Burgbesichtigungen, Ausflugsziele für Jung und Alt und bietet Räume für Seminare.

Die wahrlich größten Attraktionen der Burg sind die Steinbrücke, der „Friedhof“, der heute einen Schlossgarten beinhaltet, der Burggraben der bis vor kurzem einen Löwen Heimat bot, der Nordturm und die Reiterstiege.

 schloss_riedegg.jpg

Kommentieren